Erkenntnisse der Reformpädagogik sind Grundlage unserer Arbeit. Selbstverständlich orientieren wir uns auch am Berliner Bildungsprogramm. Wir verstehen uns als Bildungseinrichtung im Sinne der Idee der „Bildung ab dem ersten Tag“, nämlich dass Kinder sich von Beginn an ein Bild von sich selbst und der Welt machen. Hierfür brauchen sie eine sichere und anregende Umgebung, Geborgenheit und die Freiheit, sich gemäß ihrer Persönlichkeit zu entfalten.
„Hilf mir, es selbst zu tun“ ist einer der bekanntesten Grundsätze Maria Montessoris und ein wichtiger Leitgedanke unserer Arbeit, denn er weist auf das Bedürfnis aller Menschen nach Wahrung ihrer Würde und Achtung ihrer Selbstbestimmung und auf unsere Aufgabe bei der Begleitung junger Menschen hin.
Es ist uns ein besonderes Anliegen die Individualität der Kinder wahrzunehmen und zu fördern.
Allen Raum zu geben und uns gleichzeitig in der Gemeinschaft mit Rücksicht, Respekt und Wertschätzung zu begegnen. Beziehungen und Freundschaften einzugehen und auch Konflikte zu bewältigen, sind wichtige Säulen des Lebens in Gemeinschaft.
Wir wollen Kinder darauf vorbereiten, als heranwachsende Menschen selbstbewusst und selbstverständlich Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen, ohne sie zu überfordern oder unsere Verantwortung als Erwachsene von uns zu weisen. Im Krippen- und Elementarbereich eignen sich hierzu besonders die Konzepte der autonomen Bewegungsentwicklung nach E. Pikler und E. Hengstenberg: Nicht wir bewegen die Kinder, sondern sie bewegen sich selbst in dafür gestalteten Räumen. Pflegesituationen werden zu Gelegenheiten der Beziehungsarbeit zwischen Erwachsenen und Kindern, sie geschehen nicht gegen die Kinder, sondern in Kooperation, mit Ruhe und Geduld. Durch unsere authentische sprachliche und emotionale Begleitung bestärken wir die Kinder in ihrer Selbstwahrnehmung und ermöglichen ihnen, geeignete und angemessene Ausdrucksformen der Selbstbehauptung und Kooperation zu finden.